DIE ARTEN VON COACHING

Die Varianten von Coaching haben eine enorme Bandbreite. Für viele Lebenslagen kann man Coaching effektiv einsetzen.

Es gibt zwar unterschiedliche Typen von Coaches und Coachings, aber die Methode Coaching bleibt im Kern (Ziele, Methode, Augenmerk)  immer gleich.

Der Business-Coach

Der Klassiker. Ein Coach mit Erfahrung im Business Development. Meist ein BWLer oder Volkswirt mit psychologischem Hintergrund oder Ambitionen (selten Techniker, manchmal Jurist oder Psychologe). Der Businesscoach widmet sich vor allem um die weichen Faktoren (Soft skills) im Bereich von Führung, Organisationsentwicklung und dem Dreigestirn „Vision, Mission, Goal“.

Ein Coach dieser Herkunft hat i.d.R. wenig Erfahrung als „echter“ (vollhaftender) Unternehmer und läuft Gefahr, alles nur aus einer theoretischen Brille zu sehen. Auf den ersten Blick sind die Lösungswege oft brillant (PowerPoint & Co), auf dem Zweiten manchmal monströs (kompliziert) und auf dem dritten Blick folgt dann meistens Ernüchterung, denn es wurden nur die Ziele von wenigen Beteiligten (meist nur der Auftraggeber und/oder Shareholder sowie der Berater) erreicht.

Gerade hier wird also ein Coach mit großer Praxiserfahrung als Unternehmer empfohlen. Dieser kennt sich mit den Mechanismen von nachhaltigem Qualitätsmanagement und den tatsächlichen psychologischen Auswirkungen von Veränderungsprozessen aus.

Der Unternehmer-Coach

Hierbei handelt es sich meist um altgediente Unternehmer, die ihr Wissen an andere (meist jüngere) weitergeben. Auch über Jahrzehnte tätige Business-Coaches (siehe oben) sind hierfür geeignet, da sie die Wirksamkeit von verschiedenen Methoden in vergangenen Projekten gut abschätzen können und darüber hinaus meist über ein gutes Netzwerk an Fachberatern verfügen.

Auch der Unternehmer-Coach ist gut beraten, sporadisch einen Sparringspartner (Coach the Coach) an seiner Seite zu haben.

Der Life-Coach

Coaches, die Lebensberatung im Allgemeinen verkaufen, gibt es in allen möglichen Kategorien. Bemerkenswert ist, dass die Zahl ständig zunimmt und mittlerweile weltweit die 1 Million-Marke überschritten haben dürfte. Ein Phänomen? Ja, aber es lässt sich womöglich dadurch erklären, dass

  1. sich viele helfende Berufe den Titel „Coach“ zusätzlich oder gar gänzlich übergestülpt haben,
  2. die Aufgaben, welche Eltern, Familie, Freunde, Schule, Ausbilder und Arbeitgeber inne hatten, nun gemäß dem Zeitgeist institutionalisiert worden sind (Outsourcing),
  3. die allgemeine Unzufriedenheit und Überlastung vieler Menschen kollektiv zunimmt und
  4. es viele (z.T. scheinbare) quersichtige Menschen gibt, die sich berufen fühlen, als Coach zu arbeiten.

Gerade ein Life-Coach sollte sich von Zeit zu Zeit coachen lassen, da auch er ein Gewerbe betreibt und dies optimal gestalten sollte. Insbesondere in Sachen Marketing, Verkaufen, Organisation, Expansion, Image, etc. benötigt fast jeder einen branchenkundigen und externen Ratgeber.

Auf jeden Fall ist es ratsam, dass ein Life-Coach von Zeit zu Zeit einen "altgedienten" Coach als Supervisor und Reflektor in Anspruch nimmt.

Weitere Coach-Typen und -Bezeichnungen

Es gibt heute Coaches für alle Bereiche, in denen mit der Methode Coaching gearbeitet werden kann und auch sollte.

Hier sind einige weitere Beispiele aufgeführt:

Karriere Coach

Coach für Hochsensible (HSP)

Projekt Coach

Mental Coach

Finanz Coach

Marketing Coach

Sport Coach

Trainer Coach

Burnout Coach

Gesundheits Coach

Philosophischer Coach

Ernährungs Coach

Präsenz Coach

Wellness Coach

Fitness Coach

Kinder- und Jugend-Coach

Ehe Coach

Freizeit Coach


Letzte Bearbeitung am 01.07.2017