Das Intuistik®-Brainstorming (BS-I)

Brainstorming ist eine von Alex F. Osborn 1939 erfundene und von Charles Hutchison Clark weiterentwickelte Methode zur Ideenfindung, die die Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe von Menschen fördern soll. Er benannte sie nach der Idee dieser Methode, nämlich „using the brain to storm a problem“ (wörtlich: Das Gehirn verwenden zum Sturm auf ein Problem). Hilbert Meyer [1] [deutscher Pädagoge und ehem. Professor für Schulpädagogik] verwendet in Unterrichts-Methoden als Übersetzungsangebot den Begriff „Kopfsalat“, der VDS [2] schlägt „Denkrunde“ und „Ideensammlung“ vor.

(Quelle: Wikipedia; abgerufen 30.08.2015)

In der Intuistik® werden beim Brainstorming einige der dort verwendeten Methoden (z.B. das „Umkehrprinzip“ oder das „me:in-Prinzip®“) gezielt zur Anwendung gebracht.

Wir nennen einen derartigen Termin augenzwinkernd „GIBS“ = „Gewichtige Intuistik Brainstorming Session“.

Einer der wichtigsten Grundthesen (Mottos) lauten:

  1. „Reduziere den Perfektionismus, um dadurch Genialität zu erreichen!“
  2. „Verrückte Ideen sind zumeist gute Ideen.“
  3. „Für jedes Problem gibt es eine Lösung.“
  4. „Wir sind hier an einem Kraft-Ort der Inspirationen.“
  5. Bei Problemstellungen: „Für welches Problem war dieses Problem die Lösung?“

Anwendungsbereiche

  • Ideenfindung
  • Problemlösung
  • Entwicklung von Strategien zur Ziele-Erreichung
  • Vorbereitung zur Entscheidungsfindung (Optionen entdecken)

Voraussetzungen

  • Alle Teilnehmer müssen die Session (gemeinsamer Termin mit kreativem Inhalt) wollen.
  • Während der Session findet keine ungewollte (nicht zum Prozess / zur Session gehörende) Kommunikation von und nach Außen statt.
  • Der Rahmen der Session ist ungewöhnlich (Ort, Zusammensetzung der Teilnehmer, Szenerie, Art der Dokumentation und/oder Art der Kommunikation, etc.).
  • Alle Vorurteile und Vorbehalte werden vor dem Beginn der GIBS abgelegt.

Rahmenbedingungen

  1. Alles ist erlaubt. Je kreativer, verrückter und quer, desto besser.
  2. Die Teilnehmer haben ihre bereits vorhandenen Ideen vorher aufbereitet und bringen sie dokumentarisch mit (egal wie).
  3. In Phase 1 wird nichts negativ bewertet und kommentiert. In Phase 2 wird nur konstruktiv bewertet und dabei viel Wert auf „open-mind“ (offener Geist, unvoreingenommen) gelegt.
  4. Minimum zwei Personen (ideales Minimum sind drei Personen) – maximal 7 Personen. In Ausnahmen sind auch mehr möglich, was von der Qualität der Moderation abhängig ist.
  5. Ein Moderator – der zuvor benannt wird – gestaltet die GIBS (am besten jemand mit einem entfernten Gesichtspunkt zum Thema, welcher die hier beschriebenen Regeln bestens verinnerlicht hat).

Ziele

Eine gangbare Strategie bzw. eine umsetzbare Idee ist entwickelt und begeistert die Mehrzahl der Teilnehmer (GIBSER).

Methoden

  • Blickwinkel ändern = Perspektivenwechsel
  • Bewusstseinswandel bzw. -Erweiterung einiger Teilnehmer bzw. das Freilegen der Intuitiven Fähigkeiten; Spaßfaktor und Freiräume triggern.
  • Empathie für Rollenmodelle als Person (Änderung [Hineindenken und –fühlen] fremder Sichtweisen) einfordern

Timing

  • Phase 1: Verrücktes und intensives Sammeln
  • Phase 2: Auswerten (in optionalen Szenarien denken)
  • Phase 3: Entscheiden (ggf. vorentscheiden, wenn das Ergebnis der „GIBS“ als Vorlage dient)

Werkzeuge

  • Kurze und lange Assoziationsketten
  • Muster zerstören (Ankerfragen = „open mind“)
  • Das Umkehrprinzip (nach der Intuistik®)
  • Die Heuristik [3]
  • Die „Intuistik®-Werte-Matrix“ (welche Werte sollen forciert oder getriggert werden?)
  • Das me:in-Prinzip® mit Übungen (Reaktivieren der intuitiven Fähigkeiten)
  • Dualität versus Polarität (nach der Hermetik und Intuistik®)
  • Nonkonformistisches Prinzip / Denkmodell (hier: Simulation einer „in-Frage-stellenden“ Grundhaltung in Bezug auf das allgemein anerkannte Denkmodell)

Fußnoten

[1] Von Hilbert Meyer stammt das Zitat: „Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es gemacht.“

[2] VDS: Verein Deutsche Sprache e. V. (Dortmund). 12. November 1997 gegründet, ca. 36.000 Mitglieder in über 100 Ländern. Vorsitzender des Vorstandes ist seit der Gründung der Wirtschaftswissenschaftler Walter Krämer.

[3] Heuristik: Die Kunst, mit begrenztem Wissen (unvollständigen Informationen) und wenig Zeit zu guten Lösungen zu kommen. Ein analytisches Vorgehen, bei dem mit begrenztem Wissen über ein System mit Hilfe von mutmaßenden Schlussfolgerungen Aussagen über das System getroffen werden. Die damit gefolgerten Aussagen können von der optimalen Lösung abweichen. Durch Vergleiche mit einer optimalen Lösung kann die Wirksamkeit der Heuristik bestimmt werden. Bekannte Heuristiken sind zum Beispiel „Versuch und Irrtum“ (trial and error) und das „Ausschlussverfahren“. Heute nicht mehr verwendet wird das Umkehrprinzip, was jedoch in der Intuistik vorkommt.


Letzte Bearbeitung am 24.08.2017