Sympathie

Etymologisches Wörterbuch (nach Pfeifer)

Sympathie f. ‘Zuneigung, Wohlwollen’, entlehnt (Mitte 16. Jh., bis ins 17. Jh. in lat. Form) aus lat. sympathīa, griech. sympátheia (συμπάθεια) ‘gleiche Empfindung, Stimmung oder Leidenschaft, Mitleiden, Teilnahme’, einer Substantivbildung zu griech. sympathḗs (συμπαθής) ‘mitfühlend, mitempfindend, mitleidend’; vgl. griech. páthos (πάθος) ‘(Miß)geschick, Leid, Gemütsbewegung, Leidenschaft’ (s. Pathos).

Zuerst (vor dem Hintergrund naturphilosophischer und naturmystischer Anschauungen) ‘geheimnisvolle Übereinstimmung durch übernatürliche Zusammenhänge’, danach erweitert ‘gefühlsmäßige Übereinstimmung, Wesensverwandtschaft’, auch ‘Mitleiden, Teilnahme, Rührung’ (2. Hälfte 17. Jh.), als Modewort der Empfindsamkeit ‘Einklang, Harmonie’ zwischen empfindsamen Seelen (18. Jh., bes. durch Wieland), schließlich (seit dem 19. Jh.) zunehmend in der heute abgeschwächten Bedeutung ‘(Zu)neigung, Wohlgefallen, freundliche Gesinnung’.

Fachsprachlich im medizinischen Bereich ‘gegenseitige Beeinflussung, Aufeinanderwirken’ von Körperteilen, Organen, körperlichen Reaktionen (Anfang 18. Jh.). Vgl. die Fügung aus Sympathie ‘aus dem Gefühl innerer Verbundenheit und Übereinstimmung’ (18. Jh.).

 

sympathisch Adj. ‘in geheimnisvoller Wechselbeziehung stehend, mit Heilkräften ausgestattet’ (2. Hälfte 17. Jh.), in diesem Sinne mit gleichbed. sympathetisch (s. unten) konkurrierend, in der Medizin ‘gleichzeitig betroffen, in Mitleidenschaft gezogen’ (2. Hälfte 18. Jh., vgl. sympathische Nerven), ‘gefühlsmäßig mitempfindend, gleichgestimmt’ (2. Hälfte 18. Jh.), danach ‘Zuneigung erweckend, zusagend’; vgl. mfrz. sympathic, frz. sympathique. 

 

sympathetisch Adj. ‘(über Entfernungen hinweg) in geheimnisvoller Wechselbeziehung stehend, auf übernatürlichen Kräften beruhend’ von Heilmitteln, Heilverfahren (2. Hälfte 17. Jh.), ‘in gefühlsmäßiger Wechselbeziehung stehend, (geistig, seelisch) mitfühlend, mitempfindend, mitleidend’ (Mitte 18. Jh.), medizin.-lat. sympatheticus,spätgriech. sympathētikós (συμπαθητικός) ‘mitempfindend, mitleidend, in innerer Beziehung stehend’. 

 

sympathisieren Vb. ‘angenehm, erfreulich machen’ (2. Hälfte 17. Jh.), dann ‘übereinstimmen, harmonieren, mitempfinden’ und ‘(Zu)neigung empfinden, zugetan sein, wohlwollend gesinnt sein’ (18. Jh.), in neuerer Zeit weiterentwickelt zu ‘gleicher Gesinnung, Ansicht oder Meinung sein’; vgl. frz. sympathiser.


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