BURNOUT

Schuld am weit verbreiteten Burnout (Syndrom) sind - laut neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen - unsere Leistungsgesellschaft und vor allem der stets zunehmende Druck am Arbeitsplatz.

Auch im privaten Bereich steigen die Anforderungen, da sich berufliches und privates nicht immer trennen lassen.

 

Selbst wenn heute viele Firmen mit wunderbar formulierten Wertesystemen hausieren gehen, so zählen doch nur Ergebnisse und vor allem Zahlen, die in Profit münden. Andere, enorm wichtige und motivierende Werte werden fast komplett ignoriert. 

 

Insbesondere die Informationen, die uns emotional bewegen, werden als persönlicher Ballast angehäuft. So steuern wir langsam und in einem schleichenden Prozess auf einen Burnout zu. Das dauert meist sehr viele Jahre. So lange, bis der Körper die Notbremse zieht. Aller angehäufte Ballast wird schwerer, die notwendige Kraft, die wir benötigen, um mitsamt Ballast in Bewegung zu bleiben, steigt, bis unser psychisches und physisches System streikt. Es ist ähnlich eines Zuges, der bei zunehmender Überfüllung irgendwann an einer kleinen Steigung einfach stehen bleibt. Nichts geht mehr. Zu viel Ballast.

Alles hat zwei Seiten; so haben wir unsere Arbeit und unsere Freizeit. Die richtige Balance macht das ganze zum wahren und glücklichen Leben.

Leider findet man weitläufig keine Lösung, sondern nur eine Dramaturgie eines im Grundprinzip einfachen und alten Themas.

 

Insgesamt gesehen ist Burnout einer der größten negativen Folgen von kapitalisitschen Strukturen, welche den Wettbewerb und dadurch den Leistungsdruck forcieren.

Unsere ganze Gesellschaft kollabiert unter den Aspekten von Besitz und materiellem Reichtum.

 

Laut Bundesarbeitsministerium gab es bereits im Jahre 2011 über 59 Millionen Krankheitstage wegen psychischer Störungen, was ein Anstiegt um 80% innerhalb der letzten 15 Jahre bedeutet. Laut einer neueren Studie (2013) sollen aktuell 3 Millionen Fehltage am Arbeitsplatz alleine und konkret auf die Diagnose Burnout zurückzuführen sein.

Was kann nun ein Einzelner für sich selbst tun, um nicht in diesen Strudel hinein zu geraten oder wieder heraus zu kommen?

Eine erste einfache Lösung ist das Erschaffen von Unbeschwertheit. Dieses Wort bedeutet wörtlich, dass wir keinen Ballast mit uns herumtragen, der uns „beschwert“. Unbeschwertheit kann im Wesentlichen nur aus uns selbst heraus entstehen, in dem wir lernen alles Dogmatische in Frage zu stellen. Das ist für die meisten Menschen der so genannten zivilisierten Welt ein gewaltiger Prozess des Umdenkens und Loslassens von Denk- und Verhaltensmustern.

Neben der zum Teil merkwürdigen Erziehung, die wir genossen haben, können wir als Killer von hohem Bewusstsein identifizieren: Schlechte oder destruktive Nachrichten (Fernsehen, Radio, Zeitung) und Konsumgier. Letzteres hat mit dem wohlgelittenen Spruch „hast Du was, bist Du was“ zu tun. Da jedoch das SEIN über (vor) dem HABEN steht, müsste es heißen: „Bist Du was, hast Du was“.

Ein weiteres verwahrlostes Thema ist die Zeit. Der moderne Mensch ist stark reizüberflutet und somit ohne Zeitgefühl. Er hat vor allem verlernt in seiner eigenen Gegenwart zu leben und zu „existieren“.

Burnout ist in medizinischem Sinne gesehen keine Krankheit, sondern ein ungewünschter Lebensumstand. Es geht also nicht darum, ein Krankheitsbild zu behandeln, sondern die auslösenden Lebenssituationen zu verändern oder zu verlassen.

Genau hier kann ein Coach helfen, die Lebensumstände zu analysieren und dabei zu helfen neue Orientierungspunkte zu "entdecken".

Der Umgang mit Burnout ist leichter zu bewältigen, als die meisten Betroffenen und Angehörige heute glauben.

Ein Film von Florian Opitz: "Speed"

Wir sparen ständig Zeit. Trotzdem haben wir am Ende immer weniger davon. Warum eigentlich? Wir hetzen wir von einem Termin zum anderen und für die wirklich wichtigen Dinge, wie Freunde, Familie scheint die Zeit nicht mehr zu reichen. Was treibt diese Beschleunigung an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen oder liegt alles am mangelhaften Zeitmanagement?

Florian Opitz geht in seinem Film "Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" den Themen Stress, Zeitfresser, Zeitdruck und Burnout auf den Grund. Eine gezielte und weite Reise durch verschiedene Kulturen, viele Impressionen und wunderbare Eindrücke. Ein wirklich toller Film. Einfach mal anschauen. Es lohnt sich!



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